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Jugendschutz bei Festveranstaltungen Ausgangslage:

Viele FestveranstalterInnen sehen in der Umsetzung und Kontrolle des Jugendschutzes große Schwierigkeiten. Zugleich wird seine Notwendigkeit betont, und alle klagen, dass niemand das Gesetz ernst nimmt.
  • weniger Ausschreitungen bei Festen
  • weniger Alkoholvergiftungen
  • niedrigere Unfallraten
  • weniger Vandalismus
  • positives Image
  • Umsetzung des Gesetzes angepasst an die lokalen Besonderheiten
  • Gesundheitsaspekt

Es gibt genug gute Gründe für die Einhaltung des Jugendschutzes:

Es spricht nichts dagegen, z.B. Jugendliche unter einem bestimmten Alter gar nicht oder nur in Begleitung einer erziehungsberechtigten bzw. erziehungsbeauftragten Person einzulassen.

Das Ziel ist: VeranstalterInnen handeln verantwortungsbewusst

  • VeranstalterInnen sind sich bewusst, dass sie eine Vorbildfunktion haben
  • sie bemühen sich, riskanten Alkoholkonsum der Gäste zu verhindern
  • VeranstalterInnen informieren alle HelferInnen über entsprechende Absprachen/ Bestimmungen, orientieren sich daran und kontrollieren diese
  • VeranstalterInnen bemühen sich um ein allgemein gutes Festklima und appellieren dahingehend auch an ihre Gäste

Es ist nie zu spät, um zu handeln. Zumindest 5 von 12 möglichen Maßnahmen sollten bei jeder Veranstaltung Standard sein. Das ist zumutbar und machbar. Die Standards sollen gemeinsam in der jeweiligen Gemeinde festgelegt werden und gelten für alle (ob kommerziell oder nicht):

  1. Der/die VeranstalterIn kennt die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen genau, unterrichtet die entsprechenden Mitarbeiter/innen darüber und trifft die nötigen Vorkehrungen zur Umsetzung.
  2. Bereits bei der Ankündigung der Veranstaltung (Plakate, Einladungen, Zeitungsberichte etc.) wird genaue Hinweise auf die Bestimmungen des Jugendschutzes aufgenommen. Taschen- und Rucksackkontrollen beim Einlass sind Selbstverständlichkeit.
  3. Bei der Einlasskontrolle, beim Eingang und vor allem beim Ausschank wird ein deutlich sichtbarer und entsprechend großer Hinweis (z.B. Plakat) zu den Maßnahmen im Bereich des Jugendschutzes angebracht.
  4. Bei der Einlasskontrolle werden junge BesucherInnen durch die MitarbeiterInnen mündlich auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen hingewiesen.
  5. Es wird besonders gut darauf geachtet, dass BesucherInnen keine alkoholischen Getränke zu der Veranstaltung mitbringen. Ständige Außenkontrollen sollen das Verantwortungsbewusstsein unterstreichen. Rechtzeitige Hinweise darauf, dass Alkoholkonsum auch im Umfeld des Veranstaltungsortes nicht erwünscht ist, werden ebenfalls öffentlich gemacht.
  6. Der Ausschank alkoholischer Getränke wird nur von verantwortungsbewussten Erwachsenen praktiziert.
  7. Das Ausschankpersonal wird angewiesen, junge BesucherInnen zum Vorzeigen eines Ausweises aufzufordern und - falls der notwendige Altersnachweis nicht erbracht wird - keinen Alkohol abzugeben.
  8. Der/die VeranstalterIn stellt mindestens zwei attraktive, alkoholfreie Angebote zur Verfügung, die günstiger sind als alkoholhaltige Getränke. Der Veranstalter bemüht sich um besondere Werbung für dieses Angebot.
  9. Alkoholische Mixgetränke, die speziell bei den Jugendlichen beliebt sind, werden gar nicht oder teuer verkauft.
  10. Durchsagen über die Lautsprecheranlage geben Hinweise auf die Jugendschutzbestimmungen (Ausgehgrenzen, Alkoholkonsum)
  11. Betrunkene Jugendliche werden nach Hause geschickt/gebracht und/oder die Eltern werden informiert.
  12. Mindestens ein/e Jugendschutzbeauftragte/r wird für die Dauer der Veranstaltung bestellt und auch namentlich an die Genehmigungsbehörde gemeldet. Sie hat für die Umsetzung aller festgelegten Vereinbarungen zu sorgen und setzt bei Bedarf weitere Personen hierfür ein.