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Guat Beinand´!

Gemeindenahe Suchtprävention in Gemeinden des Landkreises Traunstein

"Guat beinand'!" ist ein Projekt zur Suchtvorbeugung auf kommunaler Ebene, dessen Kernstück die Arbeit einer ehrenamtlichen Trägergruppe aus der entsprechenden Gemeinde ist.
Diese Trägergruppe initiiert suchtpräventive Maßnahmen und Aktivitäten, begleitet und unterstützt sie, oder führt diese auch selbst durch.

Welche Ziele hat "Guat beinand'!"?

  • Menschen in Gemeinden zu "ExpertInnen" in Fragen der Suchtvorbeugung machen, d. h., dass ein Verständnis dafür entstehen soll, welches Konsumverhalten riskant ist und welche Mittel in der Lage sind, dieses Konsumverhalten im Sinne einer Besserung zu beeinflussen
  • Schaffen von Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen und ein suchtfreies Leben
  • Aufbau, Schulung und Begleitung einer Trägergruppe, die - sich längerfristig mit dem Thema "Suchtprävention" auseinandersetzt und in der Gemeinde vorbeugend tätig wird

Welche Ziele haben die Trägergruppen?

  • Implementation von suchtpräventiven Programmen in der Gemeinde
  • Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen
  • verantwortungsvoller und selbstreflektierter Umgang mit Suchtmitteln
  • Bewusstseinsbildung bei Eltern, Kindern und Jugendlichen, bei TrainernInnen, JugendleiternInnen etc.

Projektablauf und –dauer:

  • Vorstellung des Projekts im Gemeinderat/Stadtrat
  • Beschluss des Gemeinderats/Stadtrats
  • Gründung einer Trägergruppe
  • Schulung der Mitglieder der Trägergruppe
  • Erhebung der Ist-Situation in der Gemeinde
  • Entwickeln eines Aktivitätenplans
  • Durchführung und Dokumentation der Aktivitäten
Dauer eines Gemeindeprojekts: etwa 2 Jahre Begleitung und Projektabschluss durch die jeweilige Fachstelle

Zusammensetzung der Trägergruppe:

Es wird versucht, in der Trägergruppe VertreterInnen möglichst aller Sozialisationsinstanzen des sozialen Nahraums zu versammeln, also Eltern, Kindergarten, Schule, offene Jugendarbeit, Vereine, Gemeinderat, Kirchen, Polizei, Jugendliche, Wirtsleute etc.

Ressourcen und Finanzen:

  • eine Fachkraft für Suchtprävention begleitet die Trägergruppe über den gesamten Projekt-Zeitraum hinweg
  • an finanziellen Aufwendungen kommen auf die Kommunen etwa 1000,00 € pro Jahr zu (keine Fixkosten, sondern Kosten für verschiedene Aktivitäten)

Nachhaltigkeit von Maßnahmen:

  • Wiederkehrende Projekte im Kindergarten, z. B. "Spielzeugfreier Kindergarten"
  • kontinuierliche Arbeit mit suchtpräventiven Programmen in der Schule, z. B. "ALF", "tools for schools" etc.
  • Regelwerk der Gemeinden beispielsweise zur suchtpräventiven Steuerung von genehmigungspflichtigen Veranstaltungen

Nachhaltigkeit im fachlichen Bereich:

Hierzu gibt es unterschiedliche Regelungen, z.B.:
  • Die TN der Trägergruppe treffen sich zweimal jährlich und besprechen notwendige Maßnahmen, Veränderungen etc., sowie deren Fortgang und Bestand
  • Treffen und Austausch von VertreternInnen der Projektgemeinden
  • Gemeinde stellt Präventionsbeauftragte(n), der mit der Fachstelle in Kontakt bleibt

Ansprechpartner:

Caritas
Fachambulanz für Suchtkranke
Stefan Eder
Herzog-Wilhelm-Straße 20,
83278 Traunstein
Tel.: 0861/9887741
E-Mail:  stefan.eder@caritasmuenchen.de