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Seit 2008 führt TRAPEZ - der Traunsteiner Präventionszirkel, das Projekt HaLT ("Hart am Limit") durch

HaLT setzt sich aus zwei zentralen Bausteinen zusammen:
Der reaktive Baustein richtet sich an Kinder und Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum und deren Eltern, insbesondere im Zusammenhang mit schweren, im Krankenhaus zu behandelnden Alkoholintoxikationen. Hier erhalten die Betroffenen zeitnah Hilfe- und Beratungsangebote, die sie dazu veranlassen sollen, ihren Umgang mit Alkohol zu überdenken. Falls erforderlich, werden Betroffene auch an weiterführende Hilfen vermittelt.
Der proaktive Baustein des Programms zielt darauf ab, riskantem Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen frühzeitig durch Sensibilisierung und Aufklärung präventiv zu begegnen. Durch eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit soll HaLT dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein für einen verantwortungsbewussten und zurückhaltenden Alkoholkonsum bei den Verantwortlichen im Handel, in Vereinen, Diskotheken und Festveranstaltern zu schärfen und sie zur Mitarbeit zu gewinnen.
Zielsetzung ist die konsequente Umsetzung des Jugendschutzes.

HaLT wurde in Bayern 2007 implementiert, und wird in Traunstein seit 2008 von Mitarbeiterinnen der Caritas Fachambulanz durchgeführt.
Die Bayerische Akademie für Suchtfragen in Forschung und Praxis BAS e.V. wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (StMUGV) beauftragt, die Koordination und Begleitung der bayernweiten Implementierung des Alkoholpräventionsprojektes zu übernehmen.

Leitplanken von HaLT ("Hart am Limit")
HaLT gibt vielfältigen Strategien und Aktivitäten ein Dach und schafft Synergieeffekte. An unterschiedlichen Standorten Bayerns, d. h. sowohl im ländlichen Bereich wie in den Städten, sollen - gemäß dem HaLT-Konzept und doch mit einer ganz individuellen Ausgestaltung - Netzwerke geknüpft, zielgruppengerechte Materialien entwickelt, Aktionen durchgeführt sowie die Öffentlichkeit informiert und sensibilisiert werden. Dabei besteht das Ziel stets darin, eine kommunal verankerte Präventionsstrategie zu schaffen.

    Folgende Leitplanken von HaLT dienen als Orientierungsrahmen bei der Umsetzung und beim Erfolg des Konzeptes:
  • HaLT ist ein Netzwerkansatz. Die Kooperationen gehen über die Grenze des Suchthilfesytems hinaus.
  • HaLT ist eine Kombination aus Angeboten für Jugendliche (reaktiv) und Netzwerkarbeit (proaktiv).
  • HaLT arbeitet bei der Entwicklung von Konzepten und der Materialien eng mit den Kooperationspartner/innen zusammen.
  • HaLT ist ein substanzspezifischer, auf Alkohol gerichteter Präventionsansatz.
  • Die Zielgruppen von HaLT sind ausschließlich Kinder und Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum.
  • HaLT ist eine zeitliche befristete Intervention.
  • HaLT ist ein attraktives niedrigschwelliges Angebot für Jugendliche.
  • HaLT-Standorte verstehen sich als Kompetenzzentren, Impulsgeber, Dienstleister und Unterstützer.
  • HaLT ist als Dienstleistungsangebot im kommunalen Zusammenhang klar erkennbar.