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Hintergrundinformationen zum Thema Sucht

Was ist Sucht? Wie entsteht Sucht? Was tun, wenn...? Was ist Suchtprävention?

Sucht als Krankheit ist nicht leicht zu diagnostizieren, sie tritt mit vielen Gesichtern auf. Einige Symptome haben aber nahezu allen Süchten gemeinsam:

  • Ein unstillbarer Drang, das Suchtmittel zu konsumieren oder sich süchtig zu verhalten.
  • Das Verhalten selbst kann kaum kontrolliert werden, also weder Konsummenge noch Konsumdauer, oft auch nicht der Zeitpunkt des Konsums.
  • Nicht kontrollierbare Reaktionen, wenn das Verhalten nicht fortgesetzt werden kann (z.B. Entzugserscheinungen, Angst, Hilflosigkeit, Schlaflosigkeit, Verzagtheit, Depressionen).
  • Das problematische Verhalten wird fortgesetzt, obwohl es bereits zu negativen Begleiterscheinungen gekommen ist (Beziehungsprobleme, Arbeitsplatzverlust, Führerscheinverlust, Stress mit Angehörigen).
  • Toleranzbildung: Die Dosis, die zur erwünschten Wirkung führen soll, muss immer höher werden, da der Körper zunehmend "lernt", sich darauf einzustellen.
  • Das Blickfeld der Betroffenen verengt sich zunehmend. Die täglichen Aktivitäten stehen immer mehr im Zusammenhang mit Beschaffung, schaffen von Konsumgelegenheiten, vertuschen der Folgen und Ähnlichem. Die Sucht nimmt immer mehr Platz im Leben ein, für andere Dinge bleibt kaum mehr Zeit, oder es ist die Lust daran vergangen.

Manchmal verschwinden die Symptome wieder, gerade wenn das süchtige Verhalten nicht lange gedauert hat, also eine episodische Erscheinung war. Dauern diese Symptome (oder auch nur einige davon) aber ein Jahr und länger, dann muss von einer Abhängigkeit ausgegangen werden.