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Hintergrundinformationen zum Thema Sucht

Was ist Sucht? Wie entsteht Sucht? Was tun, wenn...? Was ist Suchtprävention?

Grundsätzlich ist die Sache einfach:

Das, was wir wollen, ist den Risiken vorzubeugen, die Suchtmittelkonsum oder süchtig machendes Verhalten (hungern, um Geld spielen) mit sich bringen.

Aber wie geht das?

Ist ein Plakat mit einem Skelett und der Unterschrift "Rauchen macht schlank" bereits suchtpräventiv?
Wohl kaum.
Jugendliche reagieren zwar auf abschreckende Beispiele über die Folgen exzessiven Konsums, sie glauben aber gleichzeitig, dass ihnen das selbst nie passieren wird, da sie "alles unter Kontrolle" haben.

Dann hilft vielleicht, die Leute über Suchtmittel, Diätrisiken oder über die trügerische Hoffnung, als nächstes den Hauptgewinn einzustreichen, aufzuklären?

Ja und Nein. Es ist schon wichtig, über Suchtmittel zu informieren, auch Multiplikatoren, also die Eltern, Erzieherinnen, Lehrkräfte, Jugendleiter usw. sollten darüber ein Grundwissen haben.

Aber es gibt auch Einschränkungen: Die falsche Information zur falschen Zeit kann Kinder und Jugendliche auch neugierig machen auf Rauschmittel, darauf, Sachen auszuprobieren, Risiken aufzusuchen. Dann geht der Schuss nach hinten los, was keiner will.

Darum machen wir keine "Drogenkunde", sondern sagen das dazu, was notwendig ist und wozu gerade Fragen entstehen.
Überhaupt: Auch die gefährlichste Droge schadet mir nicht, solange ich nicht hinlange. Darum setzen wir vor allem bei den jungen Menschen auf die Stärkung der "lebenspraktischen Fähigkeiten", den sogenannten " Lebenskompetenzen".

Welche Fähigkeiten sind das?

Zum Beispiel:

  • Soziale Kompetenzen
  • Kompetenzen zur Konfliktbearbeitung
  • Selbstbewusstsein
  • Genussfähigkeit
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Diese Fähigkeiten können im Verlauf eines Kinderlebens erlernt werden durch Nachahmung, positive Erfahrung, Übung, Erkenntnis. Dabei helfen wir mit, durch Elternabende, Fortbildungen für Erzieherinnen und Lehrkräfte, Seminare für Verantwortliche in den Vereinen usw.

Wenn nun Kinder in das Alter kommen, indem sie beginnen zu rauchen, Alkohol zu trinken, Diäten zu machen usw., ist es notwendig, ganz konkrete Hilfen zu geben. Wir können Sie z.B. darin unterstützen, mit schlechten Stimmungen zurecht zu kommen, den Konsum oder das Verhalten kontrollieren zu können oder sich selbst beobachten und steuern zu können. Wenn es Schwierigkeiten gibt oder den Jugendlichen selbst zu problematisch wird, kann ein Sozialer Trainingskurs oder ein Raucher-Entwöhnungskurs helfen. Manchmal wird es aberauch notwendig sein, eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Wir von TRAPEZ arbeiten mit einem integrativ–differenzierten Modell. Das heißt, wir integrieren verschiedene suchtpräventive Ansätze, differenzieren jedoch bei der Umsetzung je nach Alter und Geschlecht..

Ein Ziel gilt immer: Die Jugendlichen sollen einen kontrollierten und verantwortungsvollen Umgang mit legalen Suchtmitteln erlernen, und den illegalen Suchtmitteln gegenüber abstinent sein.